Die Naturheilkunde begleitet mich schon viele Jahre. Durch meine berufliche Tätigkeit als Lehrerin für Gesundheitsberufe und mein Studium der Medizinpädagogik war mir die Wirkung von Kräutern, Aromaölen, Schüssler Salzen und Vitalpilzen aus dem Humanbereich bereits bekannt.
Dieses Wissen wollte ich auch für meine eigenen Hunde nutzen. Dabei stellte sich mir immer häufiger die Frage:
- Wie wirken Kräuter bei Hunden?
- Welche Heilpflanzen können bei bestimmten Beschwerden unterstützen?
- Welche Aromaöle sind für Hunde geeignet?
- Welche Düfte können Stress auslösen oder toxisch wirken?
- Wie sieht eine sichere Dosierung aus?
Denn Hunde nehmen ihre Umwelt völlig anders wahr als wir Menschen – besonders über ihre Nase. Düfte, die wir Menschen als angenehm empfinden, können für Hunde viel intensiver wahrnehmbar sein. Genau deshalb wollte ich verstehen, welche Gerüche Hunden guttun, sie entspannen oder sogar belasten können.

Meine Erfahrungen mit Aromatherapie und Hunden
Im Alltag nutze ich selbst Aromaöle im Diffusor – beispielsweise zur Entspannung, zur Stressbewältigung oder im Sommer zur Unterstützung eines angenehmen Raumklimas. Dadurch entstand bei mir der Wunsch, mehr darüber zu erfahren, wie Hunde auf Düfte reagieren und wie man Aromatherapie verantwortungsvoll einsetzen kann.
Besonders spannend fand ich die Frage, wie Düfte und Entspannung miteinander verknüpft werden können. Hunde lernen sehr stark über Verknüpfungen und Emotionen. Wird ein bestimmter Duft immer wieder mit Ruhe, Sicherheit und Entspannung kombiniert, kann dieser später helfen, Stresssituationen besser zu bewältigen.





Romy – meine ersten Erfahrungen mit ganzheitlicher Unterstützung
Unsere Romy hat meinen Weg in die Naturheilkunde für Hunde stark geprägt. Im Alter entwickelte sie Arthrose und musste zeitweise Schmerzmittel erhalten. Durch die Medikamente verschlechterten sich ihre Leberwerte.
Ich begann mich intensiv mit unterstützenden Möglichkeiten aus der Naturheilkunde zu beschäftigen und begleitete Romy unter anderem mit:
- Weidenrinde
- Teufelskralle
- Weihrauch
- Ingwer
- Mariendistel zur Unterstützung der Leber
Dabei wurde mir besonders wichtig, Naturheilkunde nicht als Ersatz einer tierärztlichen Behandlung zu sehen, sondern als sinnvolle Ergänzung. Ziel war immer, Romys Wohlbefinden bestmöglich zu unterstützen.
Romy wurde 19 Jahre alt – und sie hat mir gezeigt, wie wertvoll ein ganzheitlicher Blick auf den Hund sein kann.

Wie Naturheilkunde Verhalten und Emotionen beeinflussen kann
Mit der Zeit interessierte mich immer mehr, wie Naturheilkunde auch die Psyche und Emotionen von Hunden beeinflussen kann.
Als Lenny zu uns kam, brachte er viele Umweltängste mit und reagierte teilweise aggressiv auf seine Unsicherheit. Schnell wurde deutlich, dass reines Verhaltenstraining allein nicht ausreichen würde.

Deshalb verfolgte ich einen ganzheitlichen Ansatz:
- angepasstes Verhaltenstraining
- Förderung von Sicherheit und Wohlbefinden
- passende Ernährung
- Bewältigungsstrategien
- konditionierte Entspannung mit geeigneten Aromaölen
Gerade bei ängstlichen oder gestressten Hunden ist es wichtig, nicht nur das Verhalten zu betrachten, sondern auch die dahinterliegenden Emotionen.
Clyde – raus aus der Stressspirale

Auch Clyde hat mir gezeigt, wie wichtig ein ganzheitlicher Ansatz sein kann. Als er zu uns kam, befand er sich im Dauerstress. Seine Reaktionen auf Umweltreize waren überwiegend reflektiv und hochreaktiv. Seine Grundemotion war häufig Wut beziehungsweise Rage.
Ein Hund in dauerhaftem Stress kann kaum lernen. Das Nervensystem befindet sich ständig im Alarmzustand. Genau deshalb war es wichtig, zunächst an seinem emotionalen Zustand zu arbeiten.
Hilfreich waren dabei:
- eine angepasste Ernährung
- Medical Training
- das Erleben von Selbstwirksamkeit
- soziale Unterstützung durch Bezugspersonen
- Entspannungsrituale
- individuell passende Düfte und Räucherungen
Besonders die Verknüpfung von Entspannung mit bestimmten Düften wurde für Clyde zu einem wichtigen emotionalen Anker. Erst als sein Stresslevel sank und er sich sicherer fühlte, wurde Lernen überhaupt möglich.
So konnten wir Schritt für Schritt:
- Emotionen verändern
- Resilienz stärken
- Bewältigungsstrategien aufbauen
- nachhaltiges Verhaltenstraining ermöglichen
Naturheilkunde bedeutet ganzheitliche Begleitung
Durch meine eigenen Hunde habe ich gelernt, wie eng Verhalten, Emotionen, Ernährung, Wohlbefinden und körperliche Gesundheit miteinander verbunden sind.
Ein Hund, der Stress besser bewältigen kann, kann auch besser lernen. Genau deshalb ist der ganzheitliche Ansatz für mich so wichtig.
Naturheilkunde ersetzt keine tierärztliche Therapie – sie kann Hunde jedoch sinnvoll ergänzend begleiten und ihr Wohlbefinden stärken.
Auch das letzte Stück des Weges kann durch vertraute Rituale begleitet werden. Als wir Romy gehen lassen mussten, begleiteten sie ihre bekannten und entspannenden Düfte. Unsere Windhündin Serafina wurde in ihrer letzten Zeit durch ihre Lieblingsentspannungsmethode begleitet – das Räuchern von Kamille.
Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig Sicherheit, Vertrautheit und emotionale Stabilität für Hunde sind – in allen Lebensphasen.
Mein Ziel bei Fellnasencoach

Mit meiner Naturheilkundeberatung möchte ich Hunde ganzheitlich begleiten – mit Herz, Fachwissen und einem individuellen Blick auf jedes Mensch-Hund-Team.
Denn jeder Hund ist einzigartig. Und manchmal entstehen nachhaltige Veränderungen erst dann, wenn Körper, Emotionen und Verhalten gemeinsam betrachtet werden – für einen entspannteren Alltag mit Hund.
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