Heilpflanzen im Portrait

Mariendistel - Silybum marianum (Korbblütler)

Die Mariendistel ist die wichtigste Leberheilpflanze. Sie enthält eine Wirkstoffkombinationen, aus Silymarinen, diese stimulieren die Leberzellregeneration. Die so stabilisierten Zellen verhindern das Eindringen giftiger Stoffe in die Leberzellen. Die Silymarinen sorgen für eine kräftigere Durchblutung der Leber und unterstützen sie bei der Heilung. Die zellschützende Wirkung bezieht sich nicht nur auf Leberzellen, sondern auch auf alle anderen Zellen des Körpers. Mariendistel wird immer dann gegeben, wenn die Gefahr besteht, dass Gifte von außen den Körper angreifen und die Zellen geschützt werden müssen. Angewendet werden die Samen zum Leberschutz. Mariendistel im Tee wirkt nur bei Verdauungsproblemen.

Ringelblume - Calendula officinalis (Korbblütler)

Die Ringelblume hat leuchtend orange Blüten, sie blüht den ganzen Sommer bis in den Herbst. Sie enthält eine große Menge an Flavonoiden, außerdem Saponine, Carotinoide, ätherische Öle und Schleime und ist damit die wichtigste Wundheilpflanze. Sie aktivieret die Zellerneuerung und sorgt für den Abfluss der Lymphflüssigkeit. Ihre Wirkstoffkombination fördert die Wundheilung, sie wirkt entzündungshemmend und antibakteriell, antiviral und fungistatisch. Sie kann frisch oder getrocknet als Tee zubereitet werden, zur Wundspülung verwendet man eine Tinktur. Sie sollte für Notfälle in der Hausapotheke vorrätig sein. 

Kamille - — Matricaria chamomilla (Korbblütler)

Die Kamille ist wohl die bekannteste Wundheilpflanze. Ihr ätherisches Öl, das Chamazulen, ist tiefblau und eines der besten Wundheilmittel. Außerdem enthält sie Schleimstoffe und Flavonoide. Die Flavonoide der Kamille kommen vor allem bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts zur Wirkung, sie wirken krampflösend.

Angewendet wird sie als Tee bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts. Zur Wundbehandlung kommt vor allem das ätherische Öl der Kamille zum Einsatz, das als Tinktur oder Kamillenöl am besten wirkt.

Pfefferminze — Mentha (Lippenblütler)

Leider mögen viele Hunde den Geschmack von Minze nicht, weshalb sie therapeutisch meist nur in Kapselform anwendbar ist. Die Wirkungen der Minze sind allerdings so gut und für Hunde auch so effektiv, dass es sich lohnt, mit ihr zu therapieren. Chronische Darmentzündungen, vor allem sehr laute Darmgeräusche, lassen sich gut mit Minze behandeln. Starke Durchfälle mit Blähungen und lauten Darmgeräuschen.  Darmgeräusche verschwinden sehr schnell mit einer korrekten Minztherapie. Angewendet sollten deshalb gute Kapselpräparat. Geben Sie Ihrem Hund die halbe Menschendosis oder ein- bis dreimal täglich eine Kapsel, je nach Beschwerden

SCHAFGARBE — Achillea millefolium (Korbblütler)

Die Schafgarbe ist ein Multitalent und wird in der Phytotherapie in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Sie gehört zu den ganz wichtigen Wundheilpflanzen. Sie wird auch die „Jodtinktur der Wiesen und Felder“ genannt, laut der griechischen Mythologie soll der Held Achilles seine Wunden mit ihr geheilt haben. Die Schafgarbe enthält ähnliche Wirkstoffe wie die Kamille – ätherisches Öl, Bitter- und Gerbstoffe und Flavonoide. Sie wirkt appetitanregend, gallefördernd, keimhemmend, entzündungshemmend, blutstillend und wundheilfördernd.    Angewendet wird sie äußerlich frisch oder getrocknet als Tee oder als Tinktur.

MELISSE — Melissa officinalis (Lippenblütler)

Die Melisse ist eine sehr wichtige Heilpflanze für Hunde. Ihre beruhigende und auf den Magen entspannende Wirkung ist heute sehr häufig nötig. Stressbedingte Verdauungsbeschwerden nehmen immer mehr zu. Da leistet die Melisse wunderbare Hilfe. Sie reguliert den gestressten Magen auf sehr harmonische Weise.

Frisches Melissenkraut, Tee oder auch Tinktur wirken beim Hund sehr gut. Gib Deinem Hund am Abend von der Melisse, wenn er morgens nüchtern erbricht oder wenn ihm jede Aufregung auf den Magen schlägt. Das Hydrolat der Melisse lässt sich wunderbar bei Zahnfleischentzündungen und Zahnstein anwenden.

FENCHEL — Foeniculum vulgare (Doldenblütler)

Der Fenchel wirkt blähungswidrig, verdauungsfördernd und magenschützend. Die Samen, Blüten und Blätter des Gewürzfenchels kannst Du Deinem Hund bei Verdauungsproblemen und Blähungen regelmäßig ins Futter geben. Hunde nehmen den Fenchel sehr gern. Fenchelsamen haben hormonregulierende Wirkung auf Hündinnen und können bei Läufigkeitsproblemen angewendet werden. Anwendung Blüten und Blätter klein schneiden und ins Futter geben. Bei frischen Samen brauchst Du nur eine winzige Menge. Ein bis drei Samen reichen aus. Die Samen immer direkt vor der Anwendung anquetschen.

THYMIAN — Thymus vulgaris (Lippenblütler)

Thymian ist ein starkes Antibiotikum und wird ebenso bei Darminfektionen wie bei Atemwegsinfektionen angewendet. Frisch aus dem Garten, der Fensterbank oder getrocknet aus der Apotheke kannst Du diese Heilpflanze bei Deinem Hund anwenden und eine Variante immer Zuhause haben. Der klassische Husten des jungen Hundes ist eine Indikation für Thymiantee, Thymianhonig oder Thymiansaft. Anwendung bei Darminfektionen fütterst Du Deinem Hund einen halben bis einen Teelöffel ein- bis zweimal täglich über eine Woche. Thymiantee eignet sich auch zur Inhalation, wenn Dein Hund erkältet ist. Ein Thymianhonig wirkt Wunder bei Husten.

Teufelskralle - Harpagophytum procumbens

Die Teufelskralle wirkt wunderbar gegen rheumatische Schmerzen, Entzündungen, Schwellungen, Schmerzen und ist stoffwechselanregend. Langfristig eingenommen, eignet sich die Teufelskralle sehr gut bei Arthrosen, Rückenschmerzen, Bandscheibenproblemen und anderen degenerativen Gelenkerkrankungen. Verwendung findet die Teufelskralle, die aus dem Süden Afrikas stammt. Die Afrikanische Teufelskralle, auch kurz Teufelskralle genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Sesamgewächse, Hier ist es wichtig das richtige Präparat zu finden.

Weißdorn — Crataegus

Der Weißdorn gehört zu den herzwirksamen Pflanzen, die absolut unbedenklich angewendet werden können und dabei trotzdem eine starke und sehr gute Wirksamkeit aufweisen. Er steigert die Durchblutung der Herzkranzgefäße, steigert das Herzzeitvolumen, verbessert die Herzleistung und die Kraft des Herzmuskels, wirkt gegen Rhythmusstörungen und sorgt für eine bessere Durchblutung. Er ist gut anzuwenden beim geriatrischen Hund.                      ANWENDUNG: Flavonoide lösen sich besonders gut in Wasser und werden deshalb gern als Tee-Auszüge genutzt. Sie gehören zur Therapie der Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen. 

Die Naturheilkunde bietet Unterstützung bei der Gesunderhaltung oder bei Erkrankungen, sie ist kein Heilversprechen und ersetzt den Tierarztbesuch nicht.

Heilpflanzen für den Hund

Heilpflanzen, Wildkräuter oder auch Küchenkräuter sowie manche Gewürze sind nicht nur eine Bereicherung sondern können auch ganz gezielt zur Gesunderhaltung unserer Hunde eingesetzt werden.

Auch bei Beschwerden oder Erkrankungen können Sie unterstützend eingesetzt werden.

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